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Am Sonntag, 19.01.2020 feierte die Sebastianus-Bruderschaft in Bürgstadt den Gedenktag ihres Heiligen.Sebastiani 2020 01 von Karin Bretz IMG 3474Sebastian Krems, Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft St. Benedikt am Hahnenkamm (Alzenau) Foto: Karin Bretz

Sebastiani 2020 03 von Karin Bretz IMG 3478Den Festgottesdienst am Sonntag zelebrierten (von links nach rechts): Diakon Florian Grimm, Sebastian Krems, Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft St. Benedikt am Hahnenkamm (Alzenau), Thomas Prapolinat, Diakon der Gemeinden in der Pfarreiengemeinschaft im Oberen Werntal; Foto: Karin BretzPfarrvikar Krems nahm gerne die Einladung an, zu Ehren seines Namenspatrons den Gottesdienst zu feiern. Er ging in seiner Predigt auf die besondere Bedeutung der Prätorianer ein, deren Kommandeur Sebastian war: eine herausragende Position in der Eliteeinheit des damaligen römischen Reiches, als Leibgarde des Kaisers und seiner Familie.

In einer Zeit, in der kaum ein Kaiser eines natürlichen Todes starb, war ein Vertrauensverhältnis zwischen Kaiser und Garde von enormer Bedeutung. Während es für die Römer nichts ungewöhnliches war, neben dem Kaiser viele Götter aus allen Teilen des Reiches anzubeten, kam es einer Kriegserklärung gleich, dass das Christentum Gott über alle Menschen, auch über den Kaiser stellte und somit nicht neben dem Kaiser existieren konnte.

Dem nötigen Vertrauensverhältnis war die Basis entzogen, Kaiser Diokletian „reagierte, wie ein Kaiser damals reagieren musste“. Die angeordnete Hinrichtung durch Pfeile überlebte Sebastian noch, als er jedoch den Kaiser danach aufsuchte und sein Handeln als Christenverfolger und gleichzeitig seine Autorität in Frage stellte, ließ ihn der Kaiser zu Tode auspeitschen oder mit Keulen zu Tode prügeln.

In der Feier dieses Festtages geht es deshalb nicht um Bürgstadt oder den Hl. Sebastian selbst, so Pfarrvikar Krems: „Es geht um uns, unser Leben im Glauben an Gott und unsere unverbrüchliche Treue zu Gott."

Neuaufnahme

18 neue Mitglieder wurden am Brudermontag in die Bruderschaft aufgenommen und wählten so den Heiligen zum besonderen Fürsprecher bei Gott und zum Beschützer auf allen Lebenswegen, wie es im Aufnahmegebet heißt.

Brudermontag 2020 03 7598Jeweils von links; vorne: Moritz Weiß, Lorenz Wimmer, Hannah Hofmann, Nele Bossert, Jonas Albert, Waltraud Dosch; Mitte: Jakob Stolz, Fabian Weigel, Valentina Mai, Sophia Rehmann, Vanessa Frosch, Leni Zöller; hinten: Vera Stolz, Matthias Wimmer, Inge Elbert, Cornelia Schuhmann, Amelie Mele, Brudermeister Michael Schmitt, Pfarrer Jan Kölbel; wegen Krankheit fehlt Leo Kraft

Im Gottesdienst, der von Pfr. Kölbel und Diakon Florian Grimm zelebriert wurde, wurde auch der Verstorbenen des letzten Jahres gedacht. Den allgemeinen Schlusssegen erteilte Pfr. Kölbel mit der Reliquie des Hl. Sebastian. Im Anschluss an den Gottesdienst spendete er mit der Reliquie auch den Einzelsegen. Brudermeister Michael Schmitt verteilte die Willkommens – Brezeln.

Bei der anschließenden Bruderversammlung im Pfarrsaal wurde des im Vorjahr verstorbenen Ehrenbrudermeisters Josef Neuberger gedacht, der 18 Jahre lang das Amt des Brudermeisters innehatte. Schmitt dankte der Feuerwehr für das Tragen der Statue beim Umgang im Sonntagsgottesdienst und den zahlreichen Ministranten, die den Gottesdienst mitfeierten. Pfr. Kölbel informierte in einem kurzen Vortrag über die „Bestattungskultur im Wandel“.

Brudermontag 2020 00 7594Brudermontag 2020 01 7595Brudermontag 2020 02 7597Brudermontag 2020 04 7603Brudermontag 2020 05 7604

KJG Bürgstadt und Kindermissionswerk Aachen unterstützen DAHW - Projekt im Senegal

Das stolze Ergebnis von 9.206,20 € erzielte die KJG bei der Sternsinger – Aktion 2020 in Bürgstadt.DSC 7585 86b web

Wie im vergangenen Jahr, soll auch dieser Betrag dem Kooperationsprojekt der DAHW - Deutsche Lepra- und Tuberkulosehilfe e.V. in Würzburg mit dem Kindermissionswerk zu Gute kommen. Maria Hisch, Referentin Ehrenamt und Bildung, geboren in Bürgstadt, und Michael Röhm, Referent Öffentlichkeitsarbeit & Fundraising der DAHW berichteten im November 2019 auf Einladung der KJG im Pfarrsaal in Bürgstadt über das unterstütze Projekt im Senegal, aber auch über die Arbeit der DAHW und die Krankheit Lepra im Allgemeinen.

GegrüSternsinger 2020 DAHW Logondet 1957 unter dem Namen Deutsches Aussätzigen-Hilfswerk e.V., wurde der Verein, der politisch und konfessionell unabhängig arbeitet, 2003 umbenannt, das Kürzel DAHW blieb. 2018 organisierte das Hilfswerk 126 Projekte in 19 Ländern. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO wurden im Jahr 2016 218.000 Neuerkrankungen an Lepra und 10,4 Millionen Neuerkrankungen an Tuberkulose gemeldet.

Mehr als 200.000 Menschen mit leprabedingten Behinderungen betreut die DAHW aktuell (1). In über 20 Ländern unterstützt die DAHW Projekte und Programme, in denen pro Jahr 300.000 bis 400.000 Tuberkulose - Patienten behandelt werden. Das Ziel: Möglichst viele Patienten – mindestens 70 % – finden, mindestens 85 % erfolgreich behandeln und so die Ansteckung eindämmen. Die Behandlung einer nicht resistenten TB kostet etwa 50 Euro. (2)

So hilft die DAHW getreu dem Motto: "Unsere Vision ist eine Welt, in der kein Mensch unter Lepra, Tuberkulose und anderen Krankheiten der Armut und ihren Folgen wie Behinderung und Ausgrenzung leidet." Möglich wurde die Zusammenarbeit mit dem Kindermissionswerk dadurch, dass das Senegal-Projekt im Bereich WASH (Wasser, Sanitär, Hygiene) gezielt Kinder und Jugendliche in verschiedenen Regionen des Landes begünstigt. Dabei wurden folgende Massnahmen in Angriff genommen:

  • Aufklärungskampagnen in Schulen und DorfgemeinschaftenSternsinger 2020 DAHW Bild 1Sternsinger 2020 DAHW Bild 1
  • Bau von Toilettenanlagen inklusive Handwaschbecken
  • Bau von Toilettenanlagen für Menschen mit Behinderungen
  • Bau von Brunnen (sechs wurden bereits realisiert)
  • Gründung von Gesundheitsclubs in Schulen um eine Eigenverantwortung für die Nutzung, Sauberkeit und Instandhaltung zu gewährleisten
  • Unterstützung im Bereich von Bildung Beratung und Unterstützung für ein selbstbestimmtes Leben für Menschen mit Behinderung(en), auch im landwirtschaftlichen Bereich
  • Unterstützung durch (orthopädische) notwendige Hilfsmittel um Einschränkungen zu kompensieren (z.B. auch Rollstühle)

Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt, pro Jahr beträgt das Budget 53.000 EUR. 2019 erhielt die DAHW vom Kindermissionswerk hierfür 50.000 EUR, die gleiche Summe ist für 2020 zugesagt. Somit erzielten die Spenden von 8.541,32 EUR aus 2019 und die diesjährige Spende (s.o.) eine fünffache Wirkung. Dafür sagt die DAHW: Danke Bürgstadt!!! Danke den Sternsingern für den Einsatz und den Spender*innen für die Unterstützung.

Diesen Dank geben wir als Pfarreiengemeinschaft St. Martin und Pfarrei Bürgstadt heute gerne an Sie weiter.

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Auch die KJG Bürgstadt ist sehr stolz auf diese Entwicklung und möchte sich an dieser Stelle einmal mehr sehr herzlich für die außerordentliche Spendenbereitschaft und Unterstützung der Bürgstadter Bevölkerung bedanken.  zum Bericht im Main Echo

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Bilder DAHW / PG. St. Martin / KJG

Quellen: Vortragsmedien der Referentin / des Referenten

(1) https://www.dahw.de/unsere-arbeit/medizinische-soziale-arbeit/lepra.html (2) https://www.dahw.de/unsere-arbeit/medizinische-soziale-arbeit/tuberkulose.html

Infos über Maria und Ernst Hisch: https://www.dahw.de/unsere-arbeit/presseportal/pressemeldungen/meldung/portraet-die-gewissheit-ein-wirkungsreiches-leben-zu-leben-4665.html

Stern über Betlehem, kehrn wir zurück, steht noch dein heller Schein in unserm Blick, und was uns froh gemacht, teilen wir aus, Stern über Betlehem, schein auch zu Haus.“ Mit diesem Lied wurde der Festgottesdienst zum Hochfest Erscheinung des Herrn, am 06.01.2020 in der Pfarrkirche St. Jakobus Miltenberg, feierlich eröffnet. Pfarrer Jan Kölbel begrüßte die Jungen und Mädchen, die am Dreikönigstag als Sternsinger den Segen Gottes und die Freude über die Geburt Jesu zu den Menschen bringen wollten, besonders herzlich.

Das Sternsingen sei die größte Hilfsaktion weltweit von Kindern für Kinder. Er bedankte sich bei den Kindern für die Bereitschaft, sich daran zu beteiligen. Auch in diesem Jahr seien wieder evangelische Kinder sowie Bürgstadter und Großheubacher gemeinsam mit den Miltenbergern für die gute Sache unterwegs. Im Mittelpunkt der Sternsingeraktion stehe im Jahr 2020 der Libanon, ein arabisches Land an der Grenze zu Syrien mit 6 Mio. Einwohnern, so Pfarrer Kölbel in seiner Predigt. Von den 6 Mio. Menschen seien 1,5 Mio. Flüchtlinge - somit jeder vierte - v.a. aus den Palästinensergebieten und aus Syrien. Der Libanon sei das einzige arabische Land mit einer christlichen Bevölkerungsmehrheit. In den 1980er Jahren hätte es einen Bürgerkrieg gegeben und auch heute noch komme es immer wieder zu Konflikten. Das Motto der Sternsingeraktion „Frieden… im Libanon und weltweit“ zeige, dass besonders soziale und kirchliche Projekte im Libanon unterstützt und hierdurch Kindern Hoffnung und eine Perspektive geboten sowie die Befriedung des Landes gefördert werden solle.

Die Sterndeuter aus dem Osten seien damals arglos gewesen, als sie König Herodes fragten, wo der neugeborene König der Juden zu finden sei. Herodes wähnte seinen Thron in Gefahr und gab den Auftrag, alle neugeborenen Buben zu töten, so dass Josef und Maria mit dem Jesuskind nach Ägypten fliehen mussten. Die Sterndeuter hätten diese Flucht natürlich nicht auslösen wollen, dennoch habe ihre Frage an Herodes dazu geführt. Sie würden als Heilige verehrt, da sie die ersten Heiden gewesen seien, die in Christus den verheißenen Messias erkannt hätten. Ihre Anzahl stehe nicht in der Bibel, auch nicht, dass es sich um Könige gehandelt habe. Man gehe jedoch davon aus, dass es aufgrund der Geschenke (Gold, Weihrauch und Myrrhe) drei Personen gewesen seien.

Die Sternsinger brächten den Menschen den Segen Gottes als Geschenk und den Kindern in Not finanzielle Hilfe. Pfarrer Kölbel wünschte den Kindern, dass sie wie einst die Sterndeuter von sehr großer Freude erfüllt würden und dass der Friede wachsen solle – im Libanon und weltweit.

Am Ende des Gottesdienstes segnete er die Kreide und die Sternsinger. Für die Gottesdienstbesucher sangen sie vor dem Altar gemeinsam die erste Strophe ihres Liedes „Wir kommen daher aus dem Morgenland“, um anschließend „Segen zu bringen“ und damit „Segen zu sein“. Der Dank des Pfarrers galt auch den Erwachsenen des Sternsingerteams für die Organisation.

Nina Reuling

Die Programme des Frauenbund und der Kolpingfamilie Bürgstadt für 2020 sind veröffentlicht!

Frauenbund Bürgstadt 2020

Kolpingsfamilie Bürgstadt 2020

Wie schon in den vergangenen Jahren veranstalteten die Bürgstadter Ministranten auch dieses Jahr nach der Christmette den Glühweinausschank. Bei Glühwein und heißem Apfelsaft wurden die Besucher des Gottesdienstes eingeladen, sich „Frohe Weihnachten“ zu wünschen und gemeinsam den Heiligen Abend ausklingen zu lassen. Wir Ministranten freuten uns sehr darüber, dass in diesem Jahr besonders viele Gottesdienstbesucher der Einladung folgten. 

Musikalisch wurde der Ausschank von Mitgliedern des Musikvereins Germania umrahmt. Hierfür ein großes Dankeschön.

Die eingenommenen Spenden kommen der Ministrantenkasse zugute. Damit werden Aktivitäten, wie beispielsweise ein Freizeitpark-Ausflug oder Schlittschuhlaufen, finanziert.

An dieser Stelle möchten wir uns ganz herzlich bei der „Offenen Jugend“ bedanken, die schon seit Jahren den Glühwein umsonst bereitstellt.

Mareike Karges

Foto: Lukas Neuberger

Hilf uns in dieser Erdenzeit, Sankt Martin gib uns treu Geleit, führ uns zu Gottes Herrlichkeit!“ Dieses Lied zu Ehren des Patrons der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Miltenberg-Bürgstadt bildete den Auftakt zum feierlichen Jubliäumsgottesdienst anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Pfarreiengemeinschaft (PG) am 10.11.19 in der Pfarrkirche St. Jakobus Miltenberg. Nach der Begrüßung der Konzelebranten, von Vertretern der Kirchen- und der politischen Gemeinde erläuterte Pfarrer Jan Kölbel, dass dem heutigen Jubiläum der PG kein weiteres, rundes Jubiläum in der jetzigen Form mehr folgen werde. Hierauf werde er in seiner Predigt eingehen.

Zu Beginn seiner interaktiven Predigt bat Pfarrer Kölbel die Gottesdienstbesucher jedes Mal, wenn er die Hand hebe, laut „Wir sind das Volk!“ zu rufen. Mit diesem Ruf sei im Herbst 1989 der Anfang vom Ende der DDR eingeläutet worden, erklärte er in Erinnerung an den Mauerfall vor 30 Jahren, am 9.11.89. „Wir sind das Volk!“ - soweit er wisse, hätte es vor zehn Jahren keine stürmischen Forderungen nach Errichtung einer PG gegeben. Allerdings habe man sich in den Mitgliedsgemeinden ganz gut zusammengerauft und es gebe viele gemeinsame Aktionen, die gut funktionierten, wie z.B. die Arbeit im Pfarreiengemeinschaftsrat, die Engelbergwallfahrt und die Unterstützung des Martinsladens. Hingegen sei der Gottesdienstbesuch in einer anderen Gemeinde als der eigenen noch ausbaufähig. „Wir sind das Volk!“ - zur Zeit der Gründung der PG sei das Problem des Personalmangels schon absehbar gewesen. Die Situation habe sich seitdem noch verschärft: Mit dem Weggang von Gemeindereferentin Maria Krines und der schweren Erkrankung von Pater James fehlten zwei Hauptamtliche in der Seelsorge. Zudem stünde eine räumliche Größenänderung der momentanen Einheiten bevor. Das Dekanat Miltenberg könnte künftig zu einem pastoralen Raum werden. „Wir sind das Volk!“ - dieser Ruf sei 371 auch in Tours erschollen, als das Volk sich Martin als Bischof wünschte. Martin sei authentisch gewesen, selbst als Bischof habe er wie ein einfacher Mönch gelebt und eine große Liebe zu den Armen empfunden, in denen er Christus erkannte. „Wir sind das Volk!“ - das Volk Gottes in Bürgstadt, Miltenberg, Mainbullau, Wenschdorf, Monbrunn und Breitendiel.

Pfarrer Kölbel wünschte sich anlässlich des Geburtstags der PG, dass die Menschen im Glauben noch weiter zusammenwachsen mögen, um voll Gottvertrauen die künftigen Herausforderungen zu meistern. Er bedankte sich bei der Schola Cantorum (Leitung: Michael Bailer) und bei Alexander Huhn (Orgel) für die schöne musikalische Gestaltung. Bei der anschließenden Begegnung im alten Rathaus sprachen Bürgstadts Bürgermeister Grün und Miltenbergs Bürgermeister Demel Grußworte. Sie bedankten sich bei allen, die sich in der PG einsetzten und betonten die positiven Aspekte der Zusammenarbeit. Diese hätte sich nach anfänglichen Schwierigkeiten gut entwickelt. Dies wecke Hoffnung auf weitere, gemeinsame Aktionen.

Nina Reuling

Am 11.12.19, einem „Bilderbuchmorgen“ (Zitat Pfarrer Jan Kölbel) begann die Adventspilgerfahrt der Pfarreiengemeinschaft St. Martin Miltenberg-Bürgstadt in das katholische Herz Bayerns, nach Altötting. Pfarrer Kölbel erbat den Pilgersegen für die Gläubigen und feierte mit ihnen eine Andacht. Altötting sei ein Gnadenort, mit mehreren Gnadenstätten.

Am bekanntesten ist die Gnadenkapelle mit dem Gnadenbild der „Schwarzen Madonna“ (14. Jahrhundert). Zwei Marienwunder um 1490 haben die Wallfahrten ausgelöst und bis heute kommen zahlreiche Gläubige mit ihren Sorgen und Nöten zur Muttergottes. Eine weitere Gnadenstätte ist die Konradskirche, benannt nach Bruder Konrad von Parzham, dem 1934 heilig gesprochenen Kapuzinermönch und Pförtner, der für seine besondere Gottes-, Marien- u. Nächstenliebe bekannt gewesen ist. Gerne nehmen Pilger Wasser aus dem Konradsbrunnen neben der Kirche mit, das bei Augenleiden helfen soll. In der dritten Gnadenstätte, der Kirche St. Magdalena, zelebrierte Pfarrer Winter am Abend einen Gottesdienst. In seiner Predigt lud er dazu ein, anderen Menschen nach dem Vorbild Marias in den nächsten Wochen Christus zu bringen. Am 12.12.19 wurde ein Ausflug nach Tittmoning, der Heimatgemeinde von Papst em. Benedikt XVI. unternommen. Pfarrer Gerhard Gumpinger, ein Studienfreund von Pfarrer Kölbel, erläuterte den Pilgern Wissenswertes aus der Stadtgeschichte und führte sie durch die Stiftskirche St. Laurentius. Diese wurde 1815 durch einen Kirchenbrand fast vollständig zerstört – lediglich die von den Tittmoningern sehr verehrte Sakramentenkapelle und ein Fenster der Rokokokirche blieben verschont. Außerdem sei die Barockkrippe erhalten geblieben, die durch das beherzte Eingreifen des Mesners gerettet werden konnte. Die Kirche sei nach dem Brand durch den sehr gläubigen, bayerischen König mit diversen Schenkungen neu ausgestattet worden - darunter die Orgel aus Herrenchiemsee und weitere Elemente wie das Chorgestühl und Altäre aus Marmor.

Nach der Kirchenführung bestand die Möglichkeit, die Krippenausstellung auf der Burg Tittmoning anzusehen. Am 13.12.19 feierte Pfarrer Kölbel mit den Pilgern einen Abschlussgottesdienst in der Gnadenkapelle. Papst em. Benedikt XVI. habe Altötting als das „katholische Herz Bayerns“ bezeichnet. Dies sei auch so. In der Gnadenkapelle seien mehrere Herz-Urnen aus dem Hause Wittelsbach beigesetzt. Jedoch nicht nur Adelige, sondern auch viele andere Menschen verehrten die Gottesmutter sehr, was man z.B. an den zahlreichen Votivtafeln an der Außenwand der Kapelle erkennen könne. Die Gnadenkapelle sei kein religiöses Museum, sondern zeuge davon, dass viele Menschen bereits Mariens Hilfe erfahren hätten und nach wie vor mit ihren Sorgen und Nöten zur Gottesmutter kommen würden. Er wünsche sich, dass die Pilger gestärkt in ihren Alltag zurückkehren mögen und mit Maria auf das hören würden, was der Herr ihnen sagen wolle. Ein herzliches „Vergelt´s Gott“ für die gelungene Pilgerfahrt an Pfarrer Kölbel!

Nina Reuling

Nach 27 Jahren ehrenamtlicher Mitarbeit in der Pfarrgemeinde Bürgstadt verabschiedete Pfr. Jan Kölbel im Sonntagsgottesdienst am 29.12.2019 Frau Margot Zoidl in den wohlverdienten Ruhestand. Auch das Team der Frauen, die für den Kirchenschmuck sorgten wurde verabschiedet: Karin Bretz, Rita Breunig und Gudrun Schmidt hatten dieses Ehrenamt 25 Jahre lang mit viel Engagement ausgeübt. Besondere Herausforderung dabei sind die Größe des Gotteshauses und im Sommer die Hitze, verursacht vor allem durch die großen Seitenfenster. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Pfr. Kölbel Blumen und Gutscheine. Leider wurde noch kein Nachfolgeteam gefunden, so dass lt. Pfr. Kölbel der Kirchenschmuck die nächste Zeit wohl „auf Sparflamme“ gehalten wird.

In Ihrer Amtszeit als Küsterin hat Fr. Zoidl sechs Pfarrer kommen und gehen gesehen, nicht mitgerechnet die Pfarrer, die in den Vakanzen mit der Leitung der Pfarrei bzw. Pfarreiengemeinschaft beauftragt waren.

Neben einer Dankurkunde der Pfarrei „für 27 Jahre treuen, vorbildlichen und unermüdlichen Dienst als Küsterin“ und einem Blumenstrauß überreichte Pfr. Kölbel noch einen Gutschein zur Teilnahme an der 4-tägigen Fahrt der Pfarrei im Mai 2020 in die Regionen Harz, Saale-Unstrut und Eisleben-Helfta.

Als besondere Überraschung und Symbol dafür, dass sie immer einen Ehrenplatz im Gotteshaus haben wird, erhielt sie von Kirchenpfleger Willibald Schmalbach und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Michael Schmitt „ihren“ Stuhl aus der Sakristei, der neu bezogen wurde und seinen neuen Platz bei den Ministrantenbänken finden wird.

Für das Kirchenkaffee-Team überreichte Dr. Anfrid Reysen einen Kuchen in Erinnerung daran, dass sie als Küsterin oft erst zum Kirchenkaffee kam, wenn im Gotteshaus und der Sakristei alles in Ordnung war und die Kuchenplatten meist schon ziemlich leer waren.

Überwältigt war Fr. Zoidl von der großen Zahl der Ministranten, die den Gottesdienst mitfeierten. Sie verabschiedeten sich von ihrer „liebevollen Oma Zoidl“ mit einem Präsent, in dem Bewusstsein, dass sie es nicht immer leicht mit ihnen hatte und die Minis ihre Nerven oft strapaziert hatten. Sie erinnerten aber auch daran, dass sie nach Beerdigungen, Hochzeiten und Taufen immer mit Süßigkeiten parat stand und die Minis notfalls auch mit Cola und Erfrischungstüchern versorgte.

Fr. Zoidl, die sich eigentlich lieber still und heimlich verabschiedet hätte, bedankte sich für die lieben Worte und bei Pfr. Kölbel, dem gesamten pastoralen Team, Mitarbeitern, Organisten und Minis für die gute Zusammenarbeit und das tolle Auskommen und wünschte dem Nachfolgeteam ebenso viel Freude und Ausdauer.

Für Ihre verdienstvolle ehrenamtliche Tätigkeit wurde Fr. Zoidl bereits 2018 seitens der Diözese Würzburg mit der Ehrennadel und vom Landkreis Miltenberg mit der Ehrenplakette ausgezeichnet.

Für die Nachfolge steht nun ein großes Team bereit, das von Pfr. Kölbel begrüßt und vorgestellt wurde: Ilona Gerling, Ursula Grän, Paul Platz, Juliane Reichert, Dr. Anfrid Reysen, Matthias Geis und Thomas Sturm. Die beiden letztgenannten werden sich um die Organisation kümmern. Auch die Oberministranten werden Aufgaben übernehmen, die Orgelspieler werden künftig vom Pfarrbüro organisiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst gab es beim Kirchenkaffee noch Gelegenheit zum Gespräch.

Der aktuelle Pfarrbrief ist online Schauen Sie rein!

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Unser mitarbeitender Priester Dr. James Kurianal hat während seiner Exerzitien in Berlin am 9.10. einen schweren Schlaganfall erlitten.

Er wird darum auf noch nicht absehbare Zeit seine Aufgaben nicht wahrnehmen können. Evtl. geänderte Gottesdienste entnehmen Sie bitte der Gottesdienstordnung.

Wir sind James Kurianal im Gebet verbunden.

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Zum Abschluss der letzten Maiandacht in der Pfarrkirche St. Jaobus in Miltenberg spendet Neupriester Josef del Mastro den Primizsegen.

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