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2019: Leidenschaft, Nächstenliebe und Zeugnisbereitschaft

sebastiani 150118 01 016Diese drei Stichworte stellte Pater Stephan Haering, OSB, in seiner Predigt als Eigenschaften dar, die uns der Heilige Sebastian auch heute mitgeben kann. Die leidenschaftliche Überzeugung von der Wahrheit in Christus hat ihm die Kraft verliehen sich der Konfrontation zu stellen. In der Nächstenliebe, die er entsprechend der Überlieferung in seiner Sorge um notleidende und bedrängte Christen gezeigt hat, könne er uns zur Richtschnur werden. Zur Zeugnisbereitschaft, die nicht gleichzusetzen ist mit dem Herabsetzen anderer Meinungen und Haltungen, seien wir aufgefordert; dazu „jedem Rede und Antwort zu stehen… (1Petr)“, ebenso klar wie freundlich zur eigenen Überzeugung zu stehen. Der Festtag des Märtyrers Sebastian erinnere daran, dass die Kirche auch heute der Bedrängnis ausgesetzt ist, Christen seien in der Gegenwart die am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft, unverkennbar sei das Bemühen mancher Kräfte auch in Deutschland Kirche und Christentum gesellschaftlich zu marginalisieren.

Der Gottesdienst, am Sonntag, den Pater Stephan Haering, OSB, aus der Abtei Metten bei Deggendorf gemeinsam mit Diakon Michael Krämer aus Eichstätt und Diakon Florian Grimm aus Schneeberg zelebrierte, war wieder sehr gut besucht. Der besondere Dank von Pater Haering galt u.a. insbesondere der großen Zahl der Ministranten ebenso wie die Feuerwehr, die traditionell die Statue des Hl. Sebastian beim Umgang in der Kirche trägt.

Neuaufnahme am Brudermontag

Sebastiani 2019 2116 neue Mitglieder konnte Pfarrer Jan Kölbel im Gottesdienst am Montagabend in die Bruderschaft aufnehmen. In seiner Predigt machte er darauf aufmerksam, dass die über 500 Jahre alte Bruderschaft ja mehr sein solle, als nur religiöse Folklore, sondern eine christliche Gemeinschaft Gleichgesinnter, die sich gegenseitig im Glauben bestärkt. Der heilige Sebastian stehe als Patron als Vorbild für starken Glauben, tätige christliche Nächstenliebe und Opferbereitschaft, er verkörpere als Heiliger für das Europa unserer Zeit „das Beste des christlichen Abendlandes“. Auch auf die aktuellen Sorgen in Europa ging Pfarrer Kölbel ein: die Entscheidung in London zum BREXIT und die anstehenden Wahlen zum Europaparlament mit der AfD als Partei, die das Parlament in das sie gewählt werden will, am liebsten abschaffen würde, die wachsende Zahl von Rechstpopulisten, die zwar selten besonders christliche Thesen verbreite, aber sich den Begriff „christliches Abendland“ auf ihre Fahnen schreibe.

Er forderte abschließend auf, dass wir uns unsere Geschichte, unsere Kultur und unseren Glauben nicht schlecht reden lassen. „Bewahren wir das Erbe unserer Vorfahren und tragen wir es als lebendige Flamme weiter in die Zukunft, die Gott für uns bereit hält“.

Wie schon im Vorjahr, wurden die neuen Mitglieder am Ende des Gottesdienstes mit der Sebastianus – Reliquie gesegnet und erhielten die traditionelle „Bruderbreze“.

In der anschließenden Versammlung zeigte Markus Schmitt Bilder aus der Diashow von Udo und Marc Hermann aus dem Jahr 2015. Günter Meisenzahl berichtete als Geschäftsführer aus dem Sozialfonds. Willibald Schmalbach konnte eine erfreuliche Summe von über 13.000 € als Spendeneingang vermelden.

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