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Die Feier der Eucharistie, die im Gottesdienst begonnen habe, finde nun in der Prozession ihre Fortsetzung, sagte Vorbeterin Elli Keller zu anfangs. Zu den Klängen des Liedes „Christen, singt mit frohem Herzen“ setzte sich die Prozession singend und betend in Richtung des ersten Altars am Rathaus in Bewegung.

Pfarrer Kölbel erläuterte, dass am ersten Altar besonders für die Bewohner der Stadt Miltenberg gebetet werde. Wir seien Kinder Gottes und dürften in dieser Verheißung und in diesem Vertrauen unseren Lebensweg gehen. Nach der Verkündigung des Evangeliums wurden die Fürbitten vorgetragen. Es wurde darum gebetet, dass alle Bewohner der Stadt sich achten und in Frieden und Gemeinschaft miteinander leben mögen. Auch diejenigen, die Verantwortung für die Geschicke der Stadt Miltenberg tragen, sei es in der Stadtverwaltung oder in den städtischen Gremien, wurden in die Fürbitten miteinbezogen. Anlässlich des gemeinsamen Jubiläumsjahres der drei christlichen Gemeinden Miltenbergs bat Pfarrer Kölbel schließlich um ein gutes ökumenisches Miteinander. Nun folgte das „Tantum Ergo“ und die Verehrung des Allerheiligsten in der Monstranz. Der zweite Altar, der sich am Seniorenheim Maria Regina und am neu eingeweihten städtischen Kindergarten befinde, schlage die Brücke zwischen den Generationen, sagte Pfarrer Kölbel. Deshalb werde an diesem Ort für Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen gebetet. Er begrüße die Bewohner des Hauses Maria Regina, besonders Monsignore Heinrich Schlereth und Pfarrer Konrad Frohmüller. Am gestrigen Tag sei einer der ihren, Dominikus Schmitt (ebenfalls Priester und Bewohner des Hauses Maria Regina) in seiner Heimatgemeinde Eichenbühl beigesetzt worden. Ihn wolle man in das gemeinsame Gebet einschließen. Im Sakrament der Eucharistie sei Jesus uns in seiner ganzen Liebe nahe. Dass diese Liebe auf Gegenseitigkeit beruhen muss, kam im Evangelium zum Ausdruck, welches auf die Gottes- und die Nächstenliebe als die wichtigsten Gebote hinwies. In den Fürbitten wurde an alle, die Gott ins Leben gerufen hat, gedacht. Auch diejenigen, die schuldig geworden waren und alle, die dem Leben in Kindergärten und Seniorenheimen dienen, wurden in die Gebete aufgenommen. Die Bewohner des Seniorenheims und die Kindergartenkinder wurden der Fürsprache Gottes anvertraut, damit sie von Unfrieden, Krankheit und schlimmen Infektionen verschont bleiben. Nach dem Tantum Ergo und der Verehrung des Allerheiligsten ging es weiter zum dritten Altar am Alten Rathaus. Dort wurden die Schöpfung und alle, die in Wirtschaft und Gesellschaft Verantwortung tragen, unter Gottes Schutz und Segen gestellt. Außerdem wurde darum gebetet, dass die Stadt den Menschen als Lebensader erhalten bleibe und die Sorge der Ladeninhaber vor drohenden Schließungen vor Gott gebracht. Am vierten Altar in der Pfarrkirche wurden die Kirche und   die Gläubigen Gott anvertraut. Der Dank des Pfarrers galt allen, die zum Gelingen dieses Tages beigetragen hatten.

Text unf Fotos: Nina Reuling

 

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