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Wie Corona die Kirchenmusik beeinflusst

Als am Ende der Sommerferien die Chorproben der Jakobusmusik wieder begannen, wurden zahlreiche Hygienemaßnahmen und Regeln des Bistums Würzburg umgesetzt, um die Chormitglieder vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.

So wurde der Pfarrcäcilienchor von Kirchenmusiker Michael Bailer nach Stimmen aufgeteilt und die Chorproben von der Alten Volksschule in die Pfarrkirche St. Jakobus auf die Südempore (Stadtseite) verlegt, da dort mehr Platz ist.
Vorgeschrieben ist eine Fläche von 6 m² pro Sänger und ein Abstand zum Chorleiter von 4 m. Dienstags probte zunächst die Schola Cantorum (10 Pers.) und nach einer Lüftungspause von 15 Min. probten die Sopran-Sängerinnen des Pfarrcäcilienchors. Donnerstags sangen die Alt-Stimmen der Damen des Pfarrcäcilienchors und nach einer Lüftungspause von 15 Min. durften die Herren (Tenor- und Bass-Stimmen) ihr Können weiter ausbauen. Die Dauer der jeweiligen Proben betrug 30 Minuten. Alle freuten sich über die nun wieder stattfindenden Proben, wenn diese auch anders abliefen als gewohnt. Jedoch wurden aufgrund steigender Infektionszahlen im Oktober und nach der Einführung einer Corona-Ampel in Bayern weitere Anpassungen erforderlich. Nachdem die Infektionszahlen im Lkr. Miltenberg sprunghaft angestiegen sind und die Corona-Ampel mittlerweile auf „dunkelrot“ steht, sind derzeit nach Vorgaben des Bistums Würzburg keine Chorproben erlaubt. Auch Chor- u. Gemeindegesang in der Liturgie sind untersagt. Die für die Vorabendmesse in Miltenberg bzw. die Messfeier in Bürgstadt an Allerheiligen geplante musikalische Gestaltung durch den Pfarrcäcilienchor musste leider entfallen. Weiterhin können die musikalische Gestaltung des Christkönigssonntags sowie die Cäcilienfeier nicht stattfinden. Vier langjährige Chormitglieder, die sich im Rahmen der Coronakrise entschieden haben, ihr Engagement zu beenden, sollen am 1. Adventssonntag in der Abendmesse verabschiedet werden. Sämtliche Konzerte wie z.B. die Klangraum-Matinéen, die Adventskonzerte und auch das Silvesterkonzert müssen in diesem Jahr entfallen. 
Blicken wir jedoch nicht nur auf das, was nicht möglich ist, sondern schauen wir darauf, wie es weitergehen könnte. So ist z.B. der Gesang einer Kantorin/eines Kantors im Gottesdienst auch bei roter Corona-Ampel erlaubt und die entsprechende Probe vor dem jeweiligen Gottesdienst darf durchgeführt werden. Je nach Ampelphase ist neben dem Kantorengesang z.B. auch Instrumentalmusik möglich. An den Samstagen und Sonntagen im Advent soll eine besondere musikalische Gestaltung der Gottesdienste z.B. durch Instrumentalmusik erfolgen, so eben möglich.
Hoffen wir, dass eines Tages eine Rückkehr zur Normalität möglich sein wird – schließlich gilt nicht nur für Chorsänger: Wer singt, betet doppelt.

Zur Zeit noch erlaubt sind Orgelunterricht und Kantorengesänge. Wer das Team der Jakobusmusik verstärken möchte, ist hierzu herzlich eingeladen und kann sich an Michael Bailer, Tel. 09371/6500996, www.jakobusmusik.de, wenden.

Nina Reuling

Fotos: Michael Bailer

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