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Der Hl. Sebastian als Vorbild für Treue zu Gott

Am Sonntag, 19.01.2020 feierte die Sebastianus-Bruderschaft in Bürgstadt den Gedenktag ihres Heiligen.

Sebastiani 2020 01 von Karin Bretz IMG 3474Sebastian Krems, Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft St. Benedikt am Hahnenkamm (Alzenau) Foto: Karin Bretz

Sebastiani 2020 03 von Karin Bretz IMG 3478Den Festgottesdienst am Sonntag zelebrierten (von links nach rechts): Diakon Florian Grimm, Sebastian Krems, Pfarrvikar in der Pfarreiengemeinschaft St. Benedikt am Hahnenkamm (Alzenau), Thomas Prapolinat, Diakon der Gemeinden in der Pfarreiengemeinschaft im Oberen Werntal; Foto: Karin BretzPfarrvikar Krems nahm gerne die Einladung an, zu Ehren seines Namenspatrons den Gottesdienst zu feiern. Er ging in seiner Predigt auf die besondere Bedeutung der Prätorianer ein, deren Kommandeur Sebastian war: eine herausragende Position in der Eliteeinheit des damaligen römischen Reiches, als Leibgarde des Kaisers und seiner Familie.

In einer Zeit, in der kaum ein Kaiser eines natürlichen Todes starb, war ein Vertrauensverhältnis zwischen Kaiser und Garde von enormer Bedeutung. Während es für die Römer nichts ungewöhnliches war, neben dem Kaiser viele Götter aus allen Teilen des Reiches anzubeten, kam es einer Kriegserklärung gleich, dass das Christentum Gott über alle Menschen, auch über den Kaiser stellte und somit nicht neben dem Kaiser existieren konnte.

Dem nötigen Vertrauensverhältnis war die Basis entzogen, Kaiser Diokletian „reagierte, wie ein Kaiser damals reagieren musste“. Die angeordnete Hinrichtung durch Pfeile überlebte Sebastian noch, als er jedoch den Kaiser danach aufsuchte und sein Handeln als Christenverfolger und gleichzeitig seine Autorität in Frage stellte, ließ ihn der Kaiser zu Tode auspeitschen oder mit Keulen zu Tode prügeln.

In der Feier dieses Festtages geht es deshalb nicht um Bürgstadt oder den Hl. Sebastian selbst, so Pfarrvikar Krems: „Es geht um uns, unser Leben im Glauben an Gott und unsere unverbrüchliche Treue zu Gott."

Neuaufnahme

18 neue Mitglieder wurden am Brudermontag in die Bruderschaft aufgenommen und wählten so den Heiligen zum besonderen Fürsprecher bei Gott und zum Beschützer auf allen Lebenswegen, wie es im Aufnahmegebet heißt.

Brudermontag 2020 03 7598Jeweils von links; vorne: Moritz Weiß, Lorenz Wimmer, Hannah Hofmann, Nele Bossert, Jonas Albert, Waltraud Dosch; Mitte: Jakob Stolz, Fabian Weigel, Valentina Mai, Sophia Rehmann, Vanessa Frosch, Leni Zöller; hinten: Vera Stolz, Matthias Wimmer, Inge Elbert, Cornelia Schuhmann, Amelie Mele, Brudermeister Michael Schmitt, Pfarrer Jan Kölbel; es fehlt Leo Kraft

Den Gottesdienst, zelbrierten Pfr. Jan Kölbel und Diakon Florian Grimm. Den allgemeinen Schlusssegen erteilte Pfr. Kölbel mit der Reliquie des Hl. Sebastian. Im Anschluss an den Gottesdienst spendete er mit der Reliquie auch den Einzelsegen. Brudermeister Michael Schmitt verteilte die Willkommens – Brezeln.

Bei der anschließenden Bruderversammlung im Pfarrsaal wurde des im Vorjahr verstorbenen Ehrenbrudermeisters Josef Neuberger gedacht, der 18 Jahre lang das Amt des Brudermeisters innehatte. Schmitt dankte der Feuerwehr für das Tragen der Statue beim Umgang im Sonntagsgottesdienst und den zahlreichen Ministranten, die den Gottesdienst mitfeierten. Pfr. Kölbel informierte in einem kurzen Vortrag über die „Bestattungskultur im Wandel“.

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